photo by © Reiner Pfisterer

Think BIG

Die Hofgut Himmelreich gGmbH im Dreisamtal bei Freiburg hat Großes vor. In den nächsten Jahren expandiert der Betrieb auf dem eigenen Grundstück.

Integrationsbetrieb, Bildungsträger, Betreiber eines Bahnhofs sowie einer Postagentur und demnächst auch Bauherr: Im Himmelreich soll für eine Bausumme in zweistelliger Millionenhöhe mehr Raum für Hotel, Akademie und Tagungen entstehen. Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer Jochen Lauber, der zugleich auch erster Vorsitzender des Vereins Tourismus Dreisamtal e. V. ist.

Auf der Wiese hinter dem Hofgut Himmelreich soll gebaut werden. Warum?

Die Forderung nach einer Erweiterung gibt es schon lange und sie ist in erster Linie wirtschaftlich begründet. Wir werden damit neue Arbeitsplätze schaffen, unsere Akademie Himmelreich erweitern und Platz schaffen, der künftig von vielen unterschiedlichen Unternehmen für ihre Zwecke genutzt werden können. Mein persönlicher Antrieb ist es, Inklusion aus eigener Kraft hundertprozentig darstellen zu können, auch wirtschaftlich.

Was genau ist geplant?

Auf einer Bruttogeschossfläche von ca. 4.000 Quadratmetern entstehen 40 neue Hotelzimmer und 20 Boardinghouse-Zimmer sowie multifunktionale Räume zur unterschiedlichsten Verwendung. Außerdem denken wir an eine Produktionsküche, die künftig an allen Tagen der Woche auch externe Einrichtungen versorgen könnte. Ein wichtiges Thema ist dabei unter anderem die nachhaltige Energieerzeugung. Das Haupthaus sowie unser historisches A-la-carte-Restaurant stehen unter Denkmalschutz, sie bleiben erhalten, werden modernisiert und den Brandschutzvorschriften angepasst.

Große Bauprojekte brauchen Risikoanalysen und Machbarkeitsstudien. Wie ist der Stand der Dinge im konkreten Fall?

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung war und ist eine wichtige Größe in diesem Zusammenhang. Wir haben schon vor einigen Jahren begonnen, Investoren für diese Idee zu begeistern. Dazu gehört es auch, unterschiedliche Menschen sowie Institutionen für die Finanzierung zu gewinnen und sie damit auch an uns zu binden. Anders als im privatwirtschaftlichen Bereich sind die Prozesse bei gemeinnütziger Gremienarbeit und im Non-Profit-Bereich allerdings oftmals etwas langsamer.

Wann geht es los und was ändert sich für Gäste und Mitarbeiter?

Fakt ist, dass wir mit der baulichen Erweiterung eine komplett eigene Zielgruppe erreichen möchten, ohne im bestehenden Tourismusmarkt „zu wildern“. Abhängig von den Absprachen mit Architekten und Behörden könnte der Neubau in vier bis fünf Jahren bezugsfertig sein. Das ist für alle eine große Herausforderung, aber auch sehr spannend und aufregend.

Mehr Informationen unter www.hofgut-himmelreich.de

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