Verbund schafft Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung
Frankfurt am Main/Nürnberg, 6. März 2008. Den diesjährigen Preis „exzellent:Kooperation“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen e.V., Frankfurt/Main, hat die „embrace“-Hotelkooperation aus Hamburg gewonnen. Die seit 2006 jährlich verliehene Auszeichnung wurde Anfang März auf der diesjährigen „Werkstätten:Messe“ in Nürnberg zum dritten Mal vergeben.

Zwei Drittel der Hotelmitarbeiter sind Menschen mit Behinderung
Der 2007 gegründete, deutschlandweite Verbund besteht aus momentan 14 Hotels mit insgesamt 374 Zimmern und 731 Betten. Von den 215 Mitarbeitern, die in den Mitgliedsbetrieben arbeiten, haben 144 Menschen eine Behinderung, das entspricht zwei Dritteln aller Beschäftigten. Alle Hotels, die dem Netzwerk angehören sind barrierefrei und für Gäste mit einer Behinderung problemlos und ohne fremde Hilfe zu besuchen. Die Zimmerpreise liegen zwischen 40 Euro und 130 Euro.
Träger sind Integrationsbetriebe und Werkstätten
Die Hotelkooperation „embrace“ versteht sich als Netzwerk integrativer Hotelbetriebe, deren Träger Werkstätten für behinderte Menschen oder so genannte Integrationsbetriebe sind. Dabei handelt es sich um normale Erwerbsbetriebe, die in besonderem Maße die berufliche Zusammenarbeit behinderter und nichtbehinderter Menschen fördern und deren Belegschaft zu mindestens einem Viertel aus Menschen mit schwerer Behinderung besteht.
„Embrace“ ist deutschlandweit einzigartig
Ziel der Kooperation ist der Abbau von Barrieren zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, mit denen die Integration gefördert wird. Die Mitgliedshotels des Netzwerkes profitieren von dem Zusammenschluss durch eine gemeinsame Vermarktung über die „embrace“-Internetseite und den Hotelbuchungsservice HRS und durch den fachlichen Austausch untereinander. Nach eigenen Aussagen ist „embrace“ die erste Hotelkooperation ihrer Art und deutschlandweit einzigartig.
Eine überzeugende Idee
Das Konzept des Verbundes, der mit elf Mitgliedern startete, hat bereits im ersten Jahr drei weitere Hotelbetriebe überzeugt. Neue Kooperationspartner zu gewinnen ist nach Aussagen von Axel Graßmann (Vorsitzender des Präsidiums der Embrace Hotels) auch eines der Hauptanliegen der nächsten Jahre. Damit will der junge Hotelverbund eine flächendeckende Präsenz in Deutschland erreichen und die Idee des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung im Gastgewerbe weiter verbreiten.
Über die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen:
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Ihre nahezu 700 Mitglieder sind die Träger von rund 2.000 Werkstätten, die die berufliche Eingliederung und gesellschaftliche Teilhabe von 260.000 Werkstattbeschäftigten zum Ziel haben. Insgesamt vertritt die BAG:WfbM über 95 Prozent aller anerkannten WfbM in Deutschland. Ihren Mitgliedern dient sie als Beraterin und Interessenvertreterin in allen fachlichen und politischen Angelegenheiten. Seit 2006 verleiht sie an Werkstätten jährlich den „exzellent:preis“ in den Kategorien „Produkt“, „Bildung“ und „Kooperation mit Unternehmen der Erwerbswirtschaft“.
PRESSEKONTAKTE:
Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM)
Burkhard Roepke, Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Tel.: 0 69 - 94 33 94 20, E-Mail: b.roepke@bagwfbm.de
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